Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2017/18

Veranstaltungsnr.: 040658 (Hauptseminar M.A.)

Perspektiven der Geschlechterforschung in der Kunst der Klassischen Moderne

Zeit:
Di. 16-18
Raum/Ort:
GABF 04/711
Beginn:
17.10.2017
Workload:
60, 90, 210, 240 oder 300 h
Kreditpunkte:
2, 3, 7, 8 oder 10 CP

Inhalte:
Ziel des Seminars ist erstens die Lektüre und Diskussion neuerer Texte im Bereich der Geschlechterforschung der Klassischen Moderne. Dabei soll die ganze Bandbreite der unterschiedlichen „Ismen“ der Zeit von ca. 1900-1950 exemplarisch abgedeckt werden. Es werden zweitens Texte gelesen, die als weitere „Quellen“ für die Geschlechterforschung in diesem Zeitraum gelten (Handbücher, literarische und philosophische Texte etc.) und die für die Kontextualisierung und Forschung essentiell sind. Es werden die Ansätze der „Queer Studies“ und der Männlichkeitsforschung ebenso diskutiert wie „klassische“ Ansätze der Geschlechterforschung. Auch die Frage nach der Intersektionalität (also der Überkreuzung) von Fragen nach Geschlecht und anderen Identitätsmarkern wird diskutiert. Damit wird auch die Frage der Methodik der Geschlechterforschung in der Kunstgeschichte aufgeworfen und diskutiert. Am Ende des Seminars steht die Vorstellung eines eigenen „Forschungsthemas“.
Einführende Literatur:
Ruth Hemus, Dada’s Women, Yale University Press 2008

Karen E. Brown (hg.), Womens Contributions to Visual Culture, 1918-1938, Ashgate, Aldershot 2008

Norma Broude/Mary Garrard, Reclaiming Female Agency, Feminist Art History after Post Modernism, Berkeley 2005
Karoline Künkler, Aus den Dunkelkammern der Moderne: Destruktivität und Geschlecht in der Bildenden Kunst des 19. Und 20. Jahrhunderts, Köln 201
Cornelia Butler, Modern Women; women artists at the Museum of Modern Art, New York 2010 (darin Artikel von Griselda Pollock)
Theresa Ende, Wilhelm Lehmbruck: Geschlechterkonstruktionen in der Plastik, Berlin 2015
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 10. August (ab 12 Uhr) bis zum 30. Oktober (bis 18 Uhr) über CAMPUS. Danach sind Anmeldungen nicht mehr möglich.

Die versierte, eigenständige Nutzung wissenschaftlicher Diskursformen in Wort und Schrift (Produktion und Rezeption) wird stets optimiert und in der Gruppe reflektiert. Die kommunikativen Fähigkeiten werden zudem durch eine vor Originalen geschulte Wahrnehmung auf fortgeschrittenem Niveau ausgebaut. Wissens- und Kompetenzerwerb und die damit einhergehende Kreditierung setzt daher die kontinuierliche aktive Teilnahme am dialogischen Austausch im Plenum voraus.

Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In CAMPUS erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.