Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2017/18

Veranstaltungsnr.: 040646 (Hauptseminar B.A. / M.A.)

Künstler-Kritiker-Symbiosen

Zeit:
Mi. 16-18
Raum/Ort:
GABF 04/516
Beginn:
18.10.2017
Workload:
60, 90, 120, 240, 270 oder 300 h
Kreditpunkte:
2, 3, 4, 8, 9 oder 10 CP

Inhalte:
An verschiedenen Beispielen sollen die Verstricktheit von Kritiker- und Künstlergeneration untersucht und auf diese Weise neue Einblicke in den Kunstbetrieb und die Kunsthistoriographie der Moderne und Postmoderne gewonnen werden. Ziel des Seminars ist es, aus der Analyse konkreter Fallbeispiele und deren anschließender, komparativer Zusammensicht, kunstkritische Dynamiken und Transformationen Kritiklandschaften und -diskurse übergreifend nachzuvollziehen und ein Modell dafür, wie die Legitimation, Poetologie und Dissemination „neuer“ Kritiken sich vollzieht, zu entwickeln. Eine Beobachtung etwa ist, dass Endzeitszenarien der Kunst(geschichte), wie sie nahezu jede Kritikergeneration heraufzubeschwören scheint, an „Endzeiten“ der jeweiligen Kritikergenerationen selbst gebunden sind. Wie – danach wurde bislang zur Konturierung kritischer Praktiken kaum gefragt – hängen Kritik- und Kunst- bzw. Werkform eigentlich zusammen? Wie sehen Revisions- und Übergangsprozesse, wie Kontinuitäten und vermeintliche „Brüche“ aus? Wie wird auf der Textebene argumentiert – was wird gestalterisch realisiert? Inwieweit konstruiert Kritik ihren Gegenstand mit, wie beweglich gestaltet sich die Relation von Kritik und Gegenstand bzw. wie eng bleibt die jeweilige kunstkritische Praxis an der tatsächlichen Werkstruktur? Mögliche Kritiker-Künstler bzw. -Ismen-Symbiosen sind: Baudelaire-Guys, Zola-Courbet, Meier-Graefe-Impressionismus, Hausenstein-Expressionismus, Einstein-Kubismus, Grohmann-Kandinsky, Greenberg-Pollock, Lippard-Minimal und Conceptual Art etc.
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 10. August (ab 12 Uhr) bis zum 30. Oktober (bis 18 Uhr) über CAMPUS. Danach sind Anmeldungen nicht mehr möglich.

Die versierte, eigenständige Nutzung wissenschaftlicher Diskursformen in Wort und Schrift (Produktion und Rezeption) wird stets optimiert und in der Gruppe reflektiert. Die kommunikativen Fähigkeiten werden zudem durch eine vor Originalen geschulte Wahrnehmung auf fortgeschrittenem Niveau ausgebaut. Wissens- und Kompetenzerwerb und die damit einhergehende Kreditierung setzt daher die kontinuierliche aktive Teilnahme am dialogischen Austausch im Plenum voraus.

Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In CAMPUS erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.