Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2017/18

Veranstaltungsnr.: 040645 (Hauptseminar B.A. / M.A.)

Museumsräume (spätes 18 Jhd - bis heute)

Zeit:
Vorbesprechung 18.10.17, 8-10 Uhr in GA 6/62; Blockveranstaltung Mo./Di. 8/9. und Mo. 29. Januar
Raum/Ort:
Situation Kunst
Beginn:
18.10.2017
Workload:
60, 90, 120, 240, 270 oder 300 h
Kreditpunkte:
2, 3, 4, 8, 9 oder 10 CP

Inhalte:
Das Seminar bietet eine Übersicht über die historische Entwicklung der Ausstattung und Gestaltung von Museumsräumen. Wie kam es zu den uns mittlerweile so vertrauten weißen Wänden, die die Innenraumgestaltung, besonders von Kunstmuseen heute dominieren? Welche Alternativen gab und gibt es dazu? Welche Rezeptionstheorien und welche museumsdidaktischen Prämissen liegen den unterschiedlichen Räumen zu Grunde? Welche Vorstellungen und Theorien von „display“ kommen hier zum Zuge? Angefangen bei den Planung für die Grande Galerie (Bildergalerie) neben dem Schloß Sans Souci (1755-64 erbaut) in Potsdam bis hin zu dem 2012 eröffneten, komplett flexibilisierten Räumen des Musée de Louvre in Lens zielt das Seminar auf ein historisches Panorama, dass die unterschiedlichen Möglichkeiten der Objektpräsentation in Museen untersucht. Als Vergleich werden neben Kunstmuseen auch die Räume und Präsentationsformen von Naturkunde- und Völkerkundemuseen thematisiert werden. Die ersten beiden Tage des Blockseminars werden für die Diskussion von Lektüre genutzt, am dritten Tag sind die Referate angesetzt. Es wird ein kurzes Lektürereferat und längeres Referat zu einem Beispiel erwartet.
Einführende Literatur:
Brian O’Doherty, Inside the White Cube. The Ideology of the Gallery Space, Santa Monica 1976

Charlotte Klonk, Spaces of experience: art gallery interiors from1800 to 2000, New Haven 2009

Anke te Heesen, Petra Lutz (Hg.), Dingwelten. Das Museum als Erkenntnisort, Köln 2005

James Clifford, Museums as Contact Zones, in: ders., Routes: travel and translation in the late twentieth century, Cambridge Mass 1997
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 10. August (ab 12 Uhr) bis zum 30. Oktober (bis 18 Uhr) über CAMPUS. Danach sind Anmeldungen nicht mehr möglich.

Die versierte, eigenständige Nutzung wissenschaftlicher Diskursformen in Wort und Schrift (Produktion und Rezeption) wird stets optimiert und in der Gruppe reflektiert. Die kommunikativen Fähigkeiten werden zudem durch eine vor Originalen geschulte Wahrnehmung auf fortgeschrittenem Niveau ausgebaut. Wissens- und Kompetenzerwerb und die damit einhergehende Kreditierung setzt daher die kontinuierliche aktive Teilnahme am dialogischen Austausch im Plenum voraus.

Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In CAMPUS erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.