Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2016/17

Veranstaltungsnr.: 40646 (Hauptseminar B.A. / M.A.)

Englische Kunst des 18./19. Jahrhunderts

Zeit:
Mo. 14-16
Raum/Ort:
GA 6/62
Beginn:
24.10.2016
Workload:
60h, 90h, 210h, 240h, 270h oder 300h
Kreditpunkte:
2, 3, 7, 8, 9 oder 10 CP

Inhalte:
Durch die frühe Industrialisierung und die Ausdifferenzierung einer bürgerlichen Gesellschaft entsteht im England des 18. Jahrhunderts eine fortschrittliche und eigenständige künstlerische Entwicklung, die nicht zuletzt 1768 in der Gründung der Royal Academy ihren Ausdruck findet. Die Künstler rezipieren früh Stile des Kontinents (Palladianismus, Klassizismus) und formen sie um. Diese Entwicklung setzt sich im 19. Jahrhundert fort. Füssli, Blake und die Gruppe der Präraffaeliten beispielsweise bilden sehr eigenständige Formulierungen romantischer Kunst aus. Bei William Turner und John Constable wiederum finden sich Vorstufen impressionistischer Konzepte, die auf dem Kontinent mit großem Interesse rezipiert werden. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts sind es vor allem die Designer und Architekten, die die Entwicklung diesseits des Kanals nachhaltig beeinflussen. Im Zeitalter zwischen Sensualismus und Empirismus kommt vor allem dem Wechselverhältnis von Naturwissenschaft und Kunst in der englischen Malerei eine große Bedeutung zu. Bei Wright of Derby sind es die naturwissenschaftlichen Experimente der neu entstehenden wissenschaftlichen Vereinigungen, wie der „Lunar Society“, Georges Stubbs verfasst ein weit gerühmtes anatomisches Lehrbuch der Pferde und John Constable beschäftigt sich intensiv mit meteorologischen Fragen.
Im Laufe des Seminars sollen diese Künstler und ihre vorherrschenden Themen vorgestellt und diskutiert werden. Dabei steht die genaue Analyse der unterschiedlichen malerischen Konzepte im Vordergrund des Interesses.
Als einführende Literatur dienen in erster Linie Monographien zu den genannten Künstlern, sowie die nachstehend genannten Werke.
Einführende Literatur:
Allen, Brian (Ed.): Towards a modern art world. New Haven. Conn. 1995
Bindman, David (Ed.): The history of British art, Vol. 2 and 3. New Haven. Conn. 2008
Busch, Werner: Joseph Wright of Derby. Eine Heilige Allianz zwischen Wissenschaft und Religion. Frankfurt/Main 1986
Busch, Werner: Das sentimentalische Bild. Die Krise der Kunst im 18. Jahrhundert und die Geburt der Moderne. München 1993
Busch, Werner: Englishness. Beiträge zur englischen Kunst des 18. Jahrhunderts von Hogarth bis Romney. Berlin 2010
Hewison, Robert (Ed.): Ruskin, Turner and the Pre-Raphaelites. London 2000
Kat. Ausst. The Pre-Raphaelite dream. Paintings and Drawings from the Tate-Collection.
London 2003
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 10. August (ab 12 Uhr) bis zum 30. Oktober (bis 18 Uhr) über CAMPUS. Danach sind Anmeldungen nicht mehr möglich.

Die versierte, eigenständige Nutzung wissenschaftlicher Diskursformen in Wort und Schrift (Produktion und Rezeption) wird stets optimiert und in der Gruppe reflektiert. Die kommunikativen Fähigkeiten werden zudem durch eine vor Originalen geschulte Wahrnehmung auf fortgeschrittenem Niveau ausgebaut. Wissens- und Kompetenzerwerb und die damit einhergehende Kreditierung setzt daher die kontinuierliche aktive Teilnahme am dialogischen Austausch im Plenum voraus.

Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In CAMPUS erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.