Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2014/15

Veranstaltungsnr.: 040664 (Hauptseminar M.A.)

Serielle Verfahren in Kunst, Architektur und Medien II

Zeit:
Blockseminar, Termine im Februar – März 2015
Beginn:
10.12.2014
Workload:
180h oder 210h
Kreditpunkte:
Nur großer Leistungsnachweis möglich: 6 oder 7 CP

Inhalte:
Im Zentrum dieses Blockseminars steht die Ausstellung „Serielle Strukturen, serielle Verfahren“ (Arbeitstitel), die im Herbst 2015 anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Ruhr-Universität Bochum in Kooperation mit Situation Kunst in Bochum-Weitmar stattfinden wird. Für den begleitenden Katalog werden im Rahmen des Seminars von den Studierenden Texte erarbeitet, die sich den in der Ausstellung vertretenen Künstlern wie z.B. Arman, Jan J. Schoonhoven, Jan Dibbets, Andy Warhol, Hanne Darboven, Richard Serra oder Roman Opalka widmen. Hierfür wurden im ersten Teil des Seminars die theoretischen Grundlagen gelegt und exemplarische Positionen serieller Kunst an der Schnittstelle zu Architektur und Medien vorgestellt. Der Einstieg ist auch für Studierende möglich, die im Sommersemester nicht teilgenommen haben, sofern sie sich mit den im Blackboard-Kurs zusammengetragenen Basistexten und Materialien zu den verschiedenen Künstlern auseinandersetzen.
Im Hinblick auf die Ausstellung werden folgende Fragen relevant: Wie lässt sich ein zeitgenössischer Blick auf inzwischen schon historische Positionen der seriellen Kunst der 1960/70er Jahre vermitteln, und welche aktuell vergleichbaren Tendenzen sind mit zu bedenken? Auf welche Weise lassen sich gattungsübergreifende Prinzipien des Seriellen, die Kunst und Architektur gleichermaßen umfassen, ihrerseits auf Massenproduktion und mediale Reproduzierbarkeit reagieren sowie in die zeitgenössische gesellschaftliche Debatte ausstrahlten, in einer solchen Ausstellung mit darstellen? Wie sind die enthierarchisierenden, egalitären Implikationen, die dem keineswegs nur als monoton abgewerteten Seriellen ebenfalls zugeschrieben wurden und im Hinblick auf die RUB als Reformuniversität relevant erscheinen, aus heutiger Sicht zu bewerten? Neben dem Verfassen der Katalogtexte werden die Seminarteilnehmer mithin auch in die Reflexion und partiell in die Ausgestaltung des Ausstellungskonzepts und kuratorische Überlegungen einbezogen.

Seminarverlauf:
Vorbesprechung am Mittwoch, den 10.12.2014, von 11.30 bis 13 Uhr in Raum GB 02/160
– Übersicht über teilnehmende Künstler und evtl. ergänzende Positionen, Verteilung der Zuständigkeiten für einzelne Künstler, grundlegende Informationen zum Katalogkonzept und zum Format der Textbeiträge im Laufe des Wintersemesters
– Recherche, erste Textentwürfe
– Blocktermine zwischen Februar und März 2015 (Termine noch zu vereinbaren)
– Textarbeit, Schreib- und Korrekturprozess u.a. auch gestützt über Blackboard

Das Seminar deckt ein Praxismodul (6 CP) ab!
Einführende Literatur:
Bippus, Elke, Serielle Verfahren. Pop Art, Minimal Art, Conceptual Art und Postminimalism, Berlin 2003
Blättler, Christine (Hg.), Kunst der Serie, die Serie in den Künsten, München 2010
Bochner, Mel, Serial art, systems, solipsism, in: Gregory Battcock (Hg.), Minimal art, London 1969, 92-102
Chavez-Köster, Anja, Infinite possibilities. Serial imagery in 20th-century drawings, Ausst.-Kat. Davis Museum and Cultural Center, Wellesley Collage, Wellesley, Mass. 2005
Coplans, John, Serial Imagery, Pasadena 1968
Schröder, Klaus Albrecht (Hg.), Pop Art & Minimalismus. The serial attitude, Ausst.-Kat. Albertina, Wien 2004 Serielle Formationen, Ausst.-Kat. Studio-Galerie, Frankfurt 1967
Sykora, Katharina, Das Phänomen des Seriellen in der Kunst. Aspekte einer künstlerischen Methode von Monet bis zur amerikanischen Pop Art, Würzburg 1983
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Max. 25 TeilnehmerInnen!

Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 15. August (ab 12 Uhr) bis zum 30. Oktober (bis 18 Uhr) über CAMPUS. Danach sind Anmeldungen nicht mehr möglich. TeilnehmerInnen, die häufiger als zweimal unentschuldigt fehlen, werden am Ende des Semesters gelöscht. Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In CAMPUS erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.