Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2013/14

Veranstaltungsnr.: 40665 (Hauptseminar M.A.)

„The Material Turn“ und von Codes überlagerte „Dinge“ in Sammlungen. Methodische Überlegungen zu objektbezogenen Wissenskulturen

Zeit:
Mi. 14-16
Raum/Ort:
GA 6/62
Beginn:
23.10.2013
Workload:
60h, 90h oder 210h
Kreditpunkte:
2, 3 oder 7 CP

Inhalte:
Der „lingustic turn“ in den Kunst-, Kultur- und Sozialwissenschaften hat die Sprachabhängigkeit von Erkenntnis kenntlich gemacht und der Poststrukturalismus die Aufmerksamkeit auf die Diskurse gelenkt, die historische Erkenntnismöglichkeiten modellieren. Ein gegenwärtig diskutierter „material turn“ versteht sich als eine „kulturwissenschaftliche Wende“ hin zu den „Dingen“, zur Materialität der Objekte. Er richtet den Blick erklärtermaßen auf ein „thinking through things“ (Peter J. Bräunlein) und verspricht neue Erkenntnisse angesichts musealer und universitärer Sammlungen.

Doch wie lässt sich diese methodische Haltung im Kontext objektbezogener Wissenskulturen fruchtbar machen? Wie werden „Objekte“ in Sammlungen in ihrer Materialität reflektiert, wie z.B. gesammelt, bewahrt und restauriert? Wie werden sie von Codes überlagert und im Kontext der Kunstgeschichte oder sogar interkulturell gelesen?
Das Seminar stellt sich diesen methodischen Fragestellungen und überprüft sie mit Blick auf die „Sammlung Moderne“ der Kunstsammlung und deren „Objekte“. Ziel ist es, die zeitgenössischen methodischen Herausforderungen kritisch zu reflektieren und angesichts konkreter sammlungsspezifischer Fragestellungen auf ihre Produktivität hin zu überprüfen.
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 1. August (ab 12 Uhr) bis zum 30. Oktober (bis 18 Uhr) über VSPL. Danach sind Anmeldungen nicht mehr möglich. TeilnehmerInnen, die häufiger als zweimal unentschuldigt fehlen, werden am Ende des Semesters automatisch gelöscht. Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In VSPL erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.