Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2012/13

Veranstaltungsnr.: 40662 (Hauptseminar M.A.)

Conceptual Art

Zeit:
Mi. 14-16h
Raum/Ort:
GA 03/49
Beginn:
10.10.2012
Workload:
60h, 90h oder 210h
Kreditpunkte:
2, 3 oder 7 CP

Inhalte:
Veränderungen im Kunstdiskurs der 1960er- und 1970er-Jahre lassen sich als Antworten und als Bruch mit den Konventionen des Modernismus lesen. An die Stelle von Malerei und dreidimensionaler Skulptur treten Fotografie, Video, Film, Performances und Publikationen. Nicht die Materialität und physische Präsenz des Werks stehen im Zentrum der Conceptual Art. Sie richtet ihre Aufmerksamkeit auf die Idee. Lucy R. Lippart hat bereits 1973 von einer „dematrialization of the art object“ gesprochen und ein Archiv relevanter Quellen zur Conceptual Art zusammengestellt.
Als wichtiger Anreger figuriert Marcel Duchamp, dessen Ideenkunst sich bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegen eine „retinale“ Rezeption wendet. In den ausgehenden 1960er- Jahren legt Sol LeWitt die Minimal Art im Sinne einer Conceptual Art aus. Mit Sprache als künstlerischem Material experimentieren Joseph Kosuth, Lawrence Weiner, Robert Barry oder Art & Language. Rezipiert wurde die Conceptual Art international, so beispielsweise in Lateinamerika durch Lygia Clark oder Cildo Meireles. Bekannt gemacht wurde sie durch Ausstellungen wie „When Attitudes Beomes Form“, 1969 in der Kunsthalle Bern, oder „Information“, 1970 im Museum of Modern Art in New York.
Das Seminar untersucht die Umbrüche im Kunstdiskurs der 1960er- und 1970er-Jahre und nimmt dabei ebenso programmatische Texte als auch künstlerische Arbeiten und Formen ihrer Institutionalisierung in den Blick.

Literatur:
Art after Conceptual Art, hg. von Alexander Alberro, Sabeth Buchmann, Cambridge/Mass, London 2006
Lucy R. Lippard: Six Years. The dematrialization of the art object form 1966 to 1972, New York 1973
Reconsidering the Object of Art 1965-1975, ed. by Ann Goldstein and Anne Rorimer, Cambridge/Mass., London 1995
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 1. August (ab 12 Uhr) bis zum 31. Oktober (bis 18 Uhr) über VSPL. Danach sind Anmeldungen nicht mehr möglich. Teilnehmer, die häufiger als zweimal unentschuldigt fehlen, werden am Ende des Semesters automatisch gelöscht. Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In VSPL erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.