Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2012/13

Veranstaltungsnr.: 40661 (Hauptseminar M.A.)

Bruch oder Kontinuität? Die Architektur der Frühen Moderne

Zeit:
Do. 10-12h
Raum/Ort:
GABF 05/703
Beginn:
11.10.2012
Workload:
60h, 90h oder 210h
Kreditpunkte:
2, 3 oder 7 CP

Inhalte:
„Baukunst ist raumgefasster Zeitwille. Lebendig. Wechselnd. Neu.“ Was Ludwig Mies van der Rohe 1923 über das moderne Bürohaus schrieb, kennzeichnet den radikalen Gegenwartsbezug vieler Architekten im frühen 20. Jh. Sie begreifen ihre Zeit als „neu“, was zu reichen scheint, um einen völligen Bruch mit der Vergangenheit zu proklamieren. Mit dem Begriff der ‚anderen Moderne’ hat die Forschung schon vor längerem versucht, darauf hinzuweisen, dass es hierzu auch gegenläufige oder zumindest ergänzende Tendenzen gab. Dazu gehören nicht nur die schon von Zeitgenossen als ‚konservativ’ eingestuften Wohnarchitekturen von Schmitthenner oder Tessenow, sondern beispielsweise auch klassizistische Momente an Industriebauten. Neue Großprojekte erlauben auch organische Bauformen, wie die eines Hugo Häring oder Hans Poelzig. Das Seminar nimmt sich anhand ausgewählter Beispiele dieses durchaus nicht einheitlichen Spektrums zwischen 1920-1940 an. Gefragt wird nach den Zielen solch divergierender Entwürfe, wobei die entsprechenden Programmatiken und theoretischen Auseinandersetzungen des Neuen Bauens einzubeziehen sind (evtl. mit Tagesexkursion).

Einführende Literatur:
Vittorio Magnago Lampugnani; Romana Schneider (Hg.), Moderne Architektur in Deutschland 1900-1950. Reform und Tradition, Stuttgart 1992
John Zukowsky (Hg.), Architektur in Deutschland 1919-1939. Die Vielfalt der Moderne, München/New York 1994
Ákos Moravanszky (Hg.) Architekturtheorie im 20. Jahrhundert. Eine kritische Anthologie, Wien u. a. 2003
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 1. August (ab 12 Uhr) bis zum 31. Oktober (bis 18 Uhr) über VSPL. Danach sind Anmeldungen nicht mehr möglich. Teilnehmer, die häufiger als zweimal unentschuldigt fehlen, werden am Ende des Semesters automatisch gelöscht. Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In VSPL erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.