Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2018

Veranstaltungsnr.: 040656 (Hauptseminar M.A.)

Amerikanischen Kunst des 19./20. Jahrhunderts

Dozent/in:
Prof. Dr. Richard Hoppe-Sailer

Zeit:
16.04.2018 14-16 Uhr; (Der Termin am 23.04.2018 entfällt!) Block 23.-25.07.2018
Raum/Ort:
16.04.2018, 14-16 Uhr, und Block 23.-25. 07.2018, jeweils in GA 6/62
Beginn:
16.04.2018
Workload:
60 h, 90 h, 120 h, 210 h, 240 h oder 270 h
Kreditpunkte:
2, 3, 4, 7, 8 oder 9 CP

Inhalte:
Im Zeitraum von 1850-1950 entwickelte sich die Kunst der Vereinigten Staaten von Nordamerika von einer an europäischen Vorbildern der Romantik und des Realismus orientierten Kunst hin zu eigenständigen Ausdrucksformen einer hochindustrialisierten Gesellschaft, die sich explizit von den Regeln und den ästhetischen Leitvorstellungen der klassischen Moderne westeuropäischer Prägung zu lösen versuchte. Auch wenn gegen Mitte des 19. Jahrhunderts die politische Lage noch nicht konsolidiert war (Sezessionskrieg 1861-1865), so begann doch die zunehmende Kolonialisierung der neuen Territorien und es bildeten sich die großen Städte im Osten. Die Entdeckung der unberührten, für Europäer überwältigenden, Landschaft, die Konfrontation mit den Ureinwohnern und die Schwierigkeiten der Gründung und Legitimation eines neuen Staates, bestimmten die Bildthemen der Künstler, die sich dabei oftmals auf Topoi der westeuropäischen Kunsttradition bezogen und sie für ihre Intentionen modifizierten. Mit der zunehmenden Industrialisierung und dem Entstehen der großen Städte ändern sich die Themen und die Künstler widmen sich verstärkt der Darstellung der teilweise dramatischen sozialen Umbrüche. In den dreißiger und vierziger Jahren kommt es durch die Vielzahl von Immigranten aus Europa zu einer neuen und vertieften Auseinandersetzung mit den Kunstismen der europäischen Moderne. Diese Themen und Fragestellungen erhalten im Horizont einer aktuellen "America first" - Ideologie eine brisante Aktualität.
Einführende Literatur:
Anfam, David: Abstract Expressionism. London 1990
Brown, Milton: The Story of the Armory Show. New York 1988
Davis, John: The Landscape of Belief. Encountering The Holy Land in Nineteenth Century American Art and Culture. Princeton 1996
Flexner, James Thomas: History of American Painting.
Vol. Three: That Wilder Image (The Native School from Thomas Cole to Winslow Homer). (New York 1962) New York 1970
Gassert, Philipp; Häberlein, Mark; Wala Michael: Kleine Geschichte der USA. Stuttgart 2008
Griffin, Randall C.: Winslow Homer. An American Vision. London/New York 2006
Guilbaut, Serge: Wie New York die Idee der modernen Kunst gestohlen hat. Abstrakter Expressionismus, Freiheit und Kalter Krieg. (Chicago 1983) Dresden/Basel 1997
Hughes, Robert: Bilder von Amerika. Die amerikanische Kunst von den Anfängen bis zur Gegenwart. München 1997
Humboldt, Alexander von: Kosmos. Entwurf einer physikaischen Erdbeschreibung, 5 Bände, Stuttgart 1845-1862
Humboldt, Alexander von: Voyage aux régions équinoxiales du Noveau Continent.... 36 Bände. 1805-1834
Johns, Elizabeth: Thomas Eakins. The Heroism of Modern Life. Princeton/New Yersey 1983
Kat. Ausst. The Hudson and the Rhine. Die amerikanische Malerkolonie in Düsseldorf im 19. Jahrhundert. Kunstmuseum Düsseldorf 1976
Kat. Ausst. 2 Jahrzehnte amerikanische Malerei. 1920-1940. Städt. Kunsthalle Düsseldorf/Kunsthaus Zürich/Palais des Beaux-Arts, Brüssel 1979
Kat. Ausst. Europa/Amerika. Die Geschichte einer künstlerischen Faszination seit 1940. Museum Ludwig, Köln 1986
Kat. Ausst. America - die neue Welt in Bildern des 19. Jahrhunderts. Österreichische Galerie Belvedere, Wien 1999
Kerber, Bernhard: Amerikanische Kunst seit 1945. Stuttgart 1971
Perlman, Bennard B: Painters of the Ashcan School. The Immortal Eight. Westport/Conn. 1979
Rosenblum, Robert: Modern Painting and the Northern Romantic Tradition. Vom Friedrich to Rothko. London 1975.
Dt.: Die moderne Malerei und die Tradition der Romantik. Von C.D. Friedrich zu Mark Rothko. München 1981
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 12. Februar (ab 12 Uhr) bis zum 30. April (bis 18 Uhr) über CAMPUS. Danach sind Anmeldungen nicht mehr möglich.

Die versierte, eigenständige Nutzung wissenschaftlicher Diskursformen in Wort und Schrift (Produktion und Rezeption) wird stets optimiert und in der Gruppe reflektiert. Die kommunikativen Fähigkeiten werden zudem durch eine vor Originalen geschulte Wahrnehmung auf fortgeschrittenem Niveau ausgebaut. Wissens- und Kompetenzerwerb und die damit einhergehende Kreditierung setzt daher die kontinuierliche aktive Teilnahme am dialogischen Austausch im Plenum voraus.

Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit "nicht ausreichend" bewertet. In CAMPUS erfolgt der Eintrag "nicht bestanden". Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.