Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2018

Veranstaltungsnr.: 040648 (Hauptseminar B.A. / M.A.)

Motive und Orte von Sexarbeit

Dozent/in:
Prof. Dr. Änne Söll

Zeit:
Vorbereitungstreffen: Di. 10.04., 16-18 Uhr in GA 6/62 und Block 22.-24. Mai 2018 in Situation Kunst
Beginn:
10.04.2018
Workload:
60 h, 90 h, 120 h, 210 h, 240 h oder 270 h
Kreditpunkte:
2, 3, 4, 7, 8 oder 9 CP

Inhalte:
Das Motiv der Sexarbeit oder von Sexarbeiter_innen ist in der Kunstgeschichte der Moderne fest verankert. Zwei der meist diskutiertesten Gemälde der Moderne, Edourd Manets "Olympia" von 1863 und Picassos "Demoiselles d'Avignon" von 1907 haben Prostituierte bzw. Sexarbeiterinnen zum Thema und machen den Betrachter/die Betrachter damit (unfreiwillig) zum "Freier". Ziel des Seminars wird es sein, einen historischen Überblick, über die Motive und Orte der Sexarbeit in der Kunstgeschichte und in der Kulturgeschichte der Moderne zu erarbeiten. Dabei werden nicht nur Gemälde z. B. von Edgar Degas, Toulouse-Lautrec oder Ernst Ludwig Kirchner, Otto Dix oder Willem de Kooning diskutiert, sondern ebenso die Innenarchitektur von Bordellen und anderen Orten der Sexarbeit in den Fokus genommen. Es geht nicht nur darum, das Bild der "Sexarbeiter_in" zu beschreiben und wie sich dieses unter dem sich wandelnden gesellschaftlichen Umgang mit Prostitution wandelt, sondern zu diskutieren, wie die Kunstproduktion selbst das Bild von Sexarbeit in all ihren Facetten prägt.
Einführende Literatur:
Timothy J. Clark, The Painting of Modern Life: Paris in the Art of Manet and his Followers (1985), überarbeitete Neuausgabe Princeton University Press, 1999; Neue Gesellschaft für Bildende Kunst (Hg.), Sexwork: Kunst, Mythos, Realität, Berlin 2006, Jennifer Doyle, Sex objects: Art and the dialectics of desire, Minneapolis 2006; Dorothy Rowe, Representing the City in Imperial and Weimar Germany, Ashgate 2003; Thibaut Ruyter, La prostitution: théorie, pratique, illustration, Paris 2014
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 12. Februar (ab 12 Uhr) bis zum 30. April (bis 18 Uhr) über CAMPUS. Danach sind Anmeldungen nicht mehr möglich.

Die versierte, eigenständige Nutzung wissenschaftlicher Diskursformen in Wort und Schrift (Produktion und Rezeption) wird stets optimiert und in der Gruppe reflektiert. Die kommunikativen Fähigkeiten werden zudem durch eine vor Originalen geschulte Wahrnehmung auf fortgeschrittenem Niveau ausgebaut. Wissens- und Kompetenzerwerb und die damit einhergehende Kreditierung setzt daher die kontinuierliche aktive Teilnahme am dialogischen Austausch im Plenum voraus.

Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit "nicht ausreichend" bewertet. In CAMPUS erfolgt der Eintrag "nicht bestanden". Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.