Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2018

Veranstaltungsnr.: 040630 (Grundseminar)

Ordnen und Präsentieren: Die Entwicklung von frühneuzeitlichen Fürsten- und Gelehrtensammlungen zur europäischen Museumslandschaft im 18. Jahrhundert

Dozent/in:
Isabell Franconi M.A.

Zeit:
Do. 8-10
Raum/Ort:
GA 6/62
Beginn:
12.04.2018
Workload:
60 h oder 240 h
Kreditpunkte:
2 oder 8 CP

Inhalte:
Ziel des Seminars ist es, einen Einblick in die Vielfalt von Sammlungen und Sammelnden in der Frühen Neuzeit zu gewähren und die Entwicklung öffentlicher Museen aus diesen Privatsammlungen heraus zu rekonstruieren. Anhand ausgewählter Beispiele aus Sammlungspraxis und -theorie sollen vor allem die Arten der Präsentation von Objekten sowie die zu Grunde liegenden Ordnungsstrukturen herausgearbeitet werden. Dies erlaubt Rückschlüsse auf die unmittelbare Funktion und Rezeption der jeweiligen Sammlungen. Oftmals werden Parallelen zu anderen frühneuzeitlichen Wissenskulturen - allen voran den Naturwissenschaften und der Historiographie - sichtbar.

Die Referatsliste wird Ende März am schwarzen Brett ausgehängt. Anmeldung für die Referate der zweiten und dritten Sitzung per E-Mail. Die übrigen Referate werden in der ersten Sitzung vergeben.
Einführende Literatur:
Astrid Bähr, Repräsentieren, bewahren, belehren: Galeriewerke (1660-1800): von der Darstellung herrschaftlicher Gemäldesammlungen zum populären Bildband, Hildesheim 2009.

Gabriele Beßler, Wunderkammern: Weltmodelle von der Renaissance bis zur Kunst der Gegenwart, Berlin 2012.

Robert Felfe & Angelika Lozar (Hrsg.), Frühneuzeitliche Sammlungspraxis und Literatur, Berlin 2006.

Andreas Grote (Hrsg.), Macrocosmos in microcosmo. Die Welt in der Stube. Zur Geschichte des Sammelns 1450 bis 1800, Opladen 1994.

Olaf Hartung, Kleine deutsche Museumsgeschichte: von der Aufklärung bis zum frühen 20. Jahrhundert, Köln 2010.

Klaus Minges, Das Sammlungswesen in der Frühen Neuzeit: Kriterien der Ordnung und Spezialisierung, Münster 1998.

Krysztof Pomian, Der Ursprung des Museums: vom Sammeln, Berlin 1988te Heesen, Anke: Theorien des Museums zur Einführung, Hamburg 2012.

Bénédicte Savoy, Tempel der Kunst: die Geburt des öffentlichen Museums in Deutschland 1701-1815, Köln 2015.

Brigitte Sölch, "Visualisierung historischen Wissens und (Re-)Konstruktion von Geschichte: ein Blick in die Sammlungsgeschichte des 18. Jahrhunderts", in: Geschichte(n) der Wirklichkeit: Beiträge zur Sozial- und Kulturgeschichte des Wissens (Documenta Augustana, 11), hg. v. Achim Landwehr, Augsburg 2002, S. 149-273.

Markus Walz [Hrsg.], Handbuch Museum: Geschichte - Aufgaben - Perspektiven, Stuttgart 2016.
https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-476-05184-4.pdf

Maia Wellington Gahtan [Hrsg.], Giorgio Vasari and the birth of the Museum, Farnham [et al.] 2014.
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 12. Februar (ab 12 Uhr) bis zum 30. April (bis 18 Uhr) über CAMPUS. Danach sind Anmeldungen nicht mehr möglich.

Die versierte, eigenständige Nutzung wissenschaftlicher Diskursformen in Wort und Schrift (Produktion und Rezeption) wird stets optimiert und in der Gruppe reflektiert. Die kommunikativen Fähigkeiten werden zudem durch eine vor Originalen geschulte Wahrnehmung auf fortgeschrittenem Niveau ausgebaut. Wissens- und Kompetenzerwerb und die damit einhergehende Kreditierung setzt daher die kontinuierliche aktive Teilnahme am dialogischen Austausch im Plenum voraus.

Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit "nicht ausreichend" bewertet. In CAMPUS erfolgt der Eintrag "nicht bestanden". Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.