Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2017

Veranstaltungsnr.: 040620 (Übung vor Originalen)

Einführung in die Bauforschung: Praxis

Dozent/in:
Verena Smit

Zeit:
30.06.17, 10-17 Uhr; 01.07.17 10-17 Uhr; 28.07.17, 9-16 Uhr

Inhalte:
Das Modul setzt sich zu gleichen Teilen aus einem Lektürekurs und einer Übung vor Originalen zusammen, die nur gemeinsam absolviert werden können.

Wer die kunsthistorische Bedeutung eines Gebäudes erfassen und wer es denkmalgerecht schützen will, der muss dieses Bauwerk gut kennen. Der Bau muss zuverlässig datiert sein, Planänderungen müssen identifiziert werden und nachträgliche Umbauten vom ursprünglichen Bauzustand unterschieden. Diese Ziele erreicht man mit den geistes- und naturwissenschaftlichen Methoden der Bauforschung. Einige Landesämter für Denkmalpflege verfügen über eigene Fachreferate für Bauforschung. Darüber hinaus sind zahlreiche freie Büros für Bauforschung tätig. In der Übung verschaffen Sie sich daher einen ersten Einblick in das Berufsbild eines Bauforschers bzw. einer Bauforscherin.

Diese Methoden werden wir zunächst im Lektürekurs kennenlernen. Zur Vorbereitung auf die erste Sitzung am 24.04.2017 lesen Sie verbindlich Kap. I der einführenden Literatur Großmann 2010. In dieser ersten Sitzung findet die Verteilung der Referatsthemen statt. Im ersten Teil des Lektürekurses stellt je ein Team aus 2 Teilnehmenden die theoretischen Grundlagen einer oder zweier Methoden vor und macht diese anhand einiger Beispiele aus der Praxis anschaulich. Im Verlauf dieses ersten Teils des Lektürekurses werden Sie weitere Kapitel von Großmann 2010 studieren. Im zweiten Teil des Lektürekurses diskutieren wir Problemfelder der Forschungspraxis: Fehlende Bauforschung und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Kunstgeschichte und Denkmalpflege; Abgrenzung und Zusammenarbeit zwischen Kunstgeschichte, Archäologie und Bauforschung; unterschiedliche Auffassungen von der erforderlichen Genauigkeit der Bauforschung etc. Grundlage der Diskussionen ist die verbindliche Lektüre verschiedener Aufsätze, die ich im Laufe des Semesters zur Verfügung stelle.

In der Blockübung vor Originalen werden wir einige der Methoden, die wir im Lektürekurs kennengelernt haben, praktisch an noch festzulegenden Objekten in NRW anwenden. Dazu gehören z. B. die genaue Beobachtung und Beschreibung des Bauwerkes; die fotografische Dokumentation; die zeichnerische Darstellung; das Erkennen von Baufugen; die Untersuchung der Bautechniken u. A.
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Die Leistungen der einzelnen Teilnehmenden tragen zum Gesamtverständnis des Themenkomplexes für alle Teilnehmenden bei. Fühlen Sie sich also herausgefordert, aktiv Verantwortung für den Lernerfolg des Seminares mitzutragen!

Für die Vergabe von Kreditpunkten setze ich voraus, dass Sie sich aktiv in der Seminargruppe einbringen und Ihr vollständig vorbereitetes Referat spätestens 7 Tage vor Ihrem Referatstermin bei mir einreichen. Die Übernahme eines Referates ist verbindlich. Sollten Sie Ihren Termin ohne triftigen Grund versäumen, kurzfristig absagen oder eine mit „nicht ausreichend“ bewertete Leistung erbringen, können Sie keine Kreditpunkte erhalten.

Großer und kleiner Leistungsnachweis werden kombiniert erbracht: Nachweisbare Lektüre der Literatur, 30-minütiges Gemeinschaftsreferat im Lektürekurs mit Powerpoint-Präsentation und Thesenpapier + gemeinschaftliche Überarbeitung des Referates (12–15 Seiten) bis zum 28.07.2017, Übernahme einer Aufgabe in den Plenumsdiskussionen, praktische Arbeiten bei der Übung vor Ort.