Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2016

Veranstaltungsnr.: 40663 (Hauptseminar M.A.)

Apparat • Aura • Montage • Geschichte • Politik ... Walter Benjamins Kunst- und Medientheorie

Zeit:
Mi. 14-16
Raum/Ort:
GABF 04/514
Beginn:
27.04.2016
Workload:
60h, 90h oder 210h
Kreditpunkte:
2, 3 oder 7 CP

Inhalte:
Walter Benjamins Philosophie ist zahlreichen zeitgenössischen Publikationen zur Kunst sowie zur Kunst- und Kulturtheorie wichtige theoretische Referenz. So beziehen sich beispielsweise Georges Didi-Huberman, Okuwei Enwezor oder Claire Bishop auf sein Erkenntnismodell einer Jetztzeit, die Benjamin als „Dialektik im Stillstand“ begreift.
Walter Benjamin entwickelt bereits in den 1930er-Jahren neue Konzepte von Autorschaft und seine Lektüre des 19. Jahrhunderts geschieht im Wissen um die „surrealistische Montage“. Dabei fragt er aus dem Blickwinkel seiner „materialistischen Ästhetik“ nach avancierten Beziehungen von Technik, Sichtbarkeit und Erkenntnis. Seine Studien zur Fotografie und zum Film ermöglichen eine kritische Lektüre der massenmedialen Politik der Nationalsozialisten. Sie fragen, wie eine politisierte Kunst auf der Höhe ihrer Zeit der Ästhetisierung der Politik begegnen kann. Und auch seine Paris-Studien reflektieren sich historisch verändernde Wahrnehmungsbedingungen und deren Auswirkungen auf künstlerische Produktion.
Das Seminar fragt nach der Aktualität Walter Benjamins und untersucht sein Werk insbesondere vor dem Hintergrund gegenwärtiger (kunst-)historischer Herausforderungen wie der zeitgenössischen Politisierung von Kunst.
Einführende Literatur:
Mapping Benjamin. The Work of Art in the Digital Age, ed. by Hans Ulrich Gumbrecht and Michael Marrinan, Standfort University Press, Standfort/California 2003
Walter Benjamin: Medienästhetische Schriften, Suhrkamp Verlag: Frankfurt 2002
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 22. Februar (ab 12 Uhr) bis zum 30. April (bis 18 Uhr) über CAMPUS.

Die versierte, eigenständige Nutzung wissenschaftlicher Diskursformen in Wort und Schrift (Produktion und Rezeption) wird stets optimiert und in der Gruppe reflektiert. Die kommunikativen Fähigkeiten werden zudem durch eine vor Originalen geschulte Wahrnehmung auf fortgeschrittenem Niveau ausgebaut. Wissens- und Kompetenzerwerb und die damit einhergehende Kreditierung setzt daher die kontinuierliche aktive Teilnahme am dialogischen Austausch im Plenum voraus.

Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In CAMPUS erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.