Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2016

Veranstaltungsnr.: 40640 (Hauptseminar B.A.)

Bildende Kunst in der jüdischen Kultur des westlichen Mittelalters

Zeit:
Mi. 12-14
Raum/Ort:
GA 6/62
Beginn:
20.04.2016
Workload:
60h oder 270h
Kreditpunkte:
2 oder 9 CP

Inhalte:
Das Seminar soll einen ersten Einblick in ein Forschungsgebiet vermitteln, das vielfach eher neben als innerhalb der kunsthistorischen Disziplin verhandelt wird: Es geht um die Frage, welche Rolle bildende Kunst in der jüdischen Kultur des westlichen Mittelalters spielte. Und wenn man annimmt, dass die Kunstproduktion jüdischer Kulturen des Mittelalters keineswegs in strenger Isolation zustande kam, geht es auch um die Frage: Wie ist das wechselseitige Verhältnis zwischen christlicher und jüdischer Kultur beschaffen? Lässt sich überhaupt von jüdischer Kunst sprechen, und, wenn ja, was definiert diese? Was bedeutet das Bilderverbot für die jeweiligen historischen Bildpraxen? Lassen sich epochale bzw. regionale Unterschiede ausmachen?
Ein Schwerpunkt des Seminars wird auf der Untersuchung jüdischer Buchkultur liegen.
Einführende Literatur:
Zur Vorbereitung:

Hannelore Künzl: Jüdische Kunst. Von der biblischen Zeit bis in die Gegenwart, München 1992.

Katrin Kogman-Appel: Jewish Art and Non-Jewish Culture: The Dynamics o f Artistic
Borrowing in Medieval Hebrew Manuscript Illumination, in: Jewish History, Vol. 15, No. 3, (2001), pp. 187-234.

Katrin Kogman-Appel: Christianity, Idolatry, and the Question of Jewish Figural Painting in the Middle Ages, in: Speculum, Vol. 84, No. 1 (Jan. 2009), pp. 73-107.

Ursula Schubert: Was ist jüdisch an der jüdischen Bildkunst?, in: Kairos, Heft 3-4 (1985), S. 269-278.
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 22. Februar (ab 12 Uhr) bis zum 30. April (bis 18 Uhr) über CAMPUS.

Die versierte, eigenständige Nutzung wissenschaftlicher Diskursformen in Wort und Schrift (Produktion und Rezeption) wird stets optimiert und in der Gruppe reflektiert. Die kommunikativen Fähigkeiten werden zudem durch eine vor Originalen geschulte Wahrnehmung auf fortgeschrittenem Niveau ausgebaut. Wissens- und Kompetenzerwerb und die damit einhergehende Kreditierung setzt daher die kontinuierliche aktive Teilnahme am dialogischen Austausch im Plenum voraus.

Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In CAMPUS erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.