Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2016

Veranstaltungsnr.: 40635 (Grundseminar)

Ikonologie – Stilgeschichte – Wahrnehmungspsychologie: Forschungsparadigmen der Kunstwissenschaft im 20. Jahrhundert

Zeit:
Mi. 14-16, 14-tägig und Blöcke Mi. 27.7.2016: 12-19 Uhr und Do. 28.7.2016: 10-15 Uhr (mit Pausen)
Raum/Ort:
GA 04/149
Beginn:
20.04.2016
Workload:
60h oder 180h
Kreditpunkte:
2 oder 6 CP

Inhalte:
Im Seminar soll anhand kunstwissenschaftlicher Texte aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts untersucht werden, inwieweit sich Hauptvertreter der modernen Kunstgeschichte in einer Phase der methodischen Ausdifferenzierung des Faches mit Forschungsansätzen und Fragestellungen aus benachbarten Disziplinen auseinandersetzten. Dabei werden unter anderem die Stilgeschichte in Anschluss an Alois Riegl, Warburgs Modell einer Kunstgeschichte als interdisziplinär ausgerichteter Kulturwissenschaft sowie Ansätze der Werkinterpretation an der Schnittstelle von Kunstgeschichte und Psychologie bei Ernst Kris in den Blick geraten. Neben der Einführung in die genannten und weitere Methoden soll der grundsätzlichen Frage nachgegangen werden, wie sich die Möglichkeiten zur Werkanalyse in Abhängigkeit davon verändern, ob ein Kunstwerk auf Grundlage formalistischer, psychologischer oder kulturgeschichtlich-hermeneutischer Theorien in den Fokus der Forschung gerät.
Einführende Literatur:
Brassat/Kohle (Hg.): Methoden-Reader Kunstgeschichte. Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft, Köln 2003, S. 41-76.
Held/Schneider: Grundzüge der Kunstwissenschaft, Wien 2007, S. 355-362 u. S. 422-435.
Belting (Hg.): Kunstgeschichte: Eine Einführung, Berlin 2008 (7. Aufl.).
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 22. Februar (ab 12 Uhr) bis zum 30. April (bis 18 Uhr) über CAMPUS.

Die versierte, eigenständige Nutzung wissenschaftlicher Diskursformen in Wort und Schrift (Produktion und Rezeption) wird stets optimiert und in der Gruppe reflektiert. Die kommunikativen Fähigkeiten werden zudem durch eine vor Originalen geschulte Wahrnehmung auf fortgeschrittenem Niveau ausgebaut. Wissens- und Kompetenzerwerb und die damit einhergehende Kreditierung setzt daher die kontinuierliche aktive Teilnahme am dialogischen Austausch im Plenum voraus.

Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In CAMPUS erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.