Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2016

Veranstaltungsnr.: 40616 (Übung (Lektürekurs))

Bellori und die Biographik des 17. Jahrhunderts

Zeit:
Do. 14-16
Raum/Ort:
GA 6/62
Beginn:
14.04.2016
Workload:
150h
Kreditpunkte:
5 CP

Inhalte:
Das Genre der Künstlerviten entwickelte sich nach Giorgio Vasaris Gründungstext, seinen Künstlerviten von 1550 (erw. Auflage 1568), zu der ‚boomenden‘ Textgattung des 17. Jahrhunderts schlechthin. Mit dem Fokus vor allem auf Giovanni Pietro Belloris Künstlerviten, die 1672 publiziert wurden, soll in der Übung der Frage nachgegangen werden, wie den Biographen des 17. Jahrhunderts das ‚Schreiben nach Vasari‘ möglich war und welche biographischen und historiographischen Modelle sie entwickelten.

Großer Leistungsschein: Regelmäßige Textlektüre und mündliche Mitarbeit, Hausarbeit (10-15 Seiten).
Kleiner Leistungsschein: Regelmäßige Textlektüre und mündliche Mitarbeit, mündliche Prüfung.
Einführende Literatur:
Begrifflichkeit, Konzepte, Definitionen. Schreiben über Kunst und ihre Medien in Giovan Pietro Belloris Viten und in der Kunstliteratur der Frühen Neuzeit, hg. V. Elisabeth Oy-Marra u.a., Wiesbaden 2014.
Cropper, Elizabeth: „La più bella antichità che sappiate desiderare”: History and style in Giovan Pietro Bellori’s ‘Lives’, in: Kunst und Kunsttheorie 1400 - 1900 (Vorträge gehalten anläßlich des 22. Wolfenbütteler Symposions "Kunstgeschichte von Vasari bis Winckelmann" vom 1.-5.12.1987 und des 24. Wolfenbütteler Symposions "Kunstgeschichte seit Winckelmann" vom 27.11.-1.12.1988), hg. v. Peter Ganz und Martin Gosebruch, Wiesbaden 1991, S. 145-173:
Montanari, Tomaso: Introduction, in: Bellori, Giovan Pietro: The Lives of the Modern Painters, Sculptors and Architects, translated by Alice Sedgwick Wohl, notes by Hellmut Wohl, Cambridge 2005, S. 1-39
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Max. 25 TeilnehmerInnen!

Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 22. Februar (ab 12 Uhr) bis zum 10. April (bis 18 Uhr) über CAMPUS.

Die versierte, eigenständige Nutzung wissenschaftlicher Diskursformen in Wort und Schrift (Produktion und Rezeption) wird stets optimiert und in der Gruppe reflektiert. Die kommunikativen Fähigkeiten werden zudem durch eine vor Originalen geschulte Wahrnehmung auf fortgeschrittenem Niveau ausgebaut. Wissens- und Kompetenzerwerb und die damit einhergehende Kreditierung setzt daher die kontinuierliche aktive Teilnahme am dialogischen Austausch im Plenum voraus.

Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In CAMPUS erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.