Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2013

Veranstaltungsnr.: 40656 (Hauptseminar M.A.)

Die Genese des niederländischen Genrebildes

Zeit:
Do. 14-16
Raum/Ort:
GA 5/29
Beginn:
11.04.2013
Workload:
60h, 90h oder 210h
Kreditpunkte:
2, 3 oder 7 CP

Inhalte:
Vor dem Hintergrund der Gattungstheorie sollen in dieser Veranstaltung die verschiedenen Spielarten des Genrebildes seit der Antike quasi avant la lettre analysiert werden.
Dabei werden auch die aktuellen Diskussionen bezüglich der Gattungsgenese im Allgemeinen vor allem im Hinblick auf die Prozesse der Entstehung und Stabilisierung von Bildgattung in den Niederlanden untersucht. Zugleich sollen hierdurch Kriterien hinsichtlich der Frage der Bedeutungshaltigkeit des (späteren) niederländischen Genrebildes gewonnen werden.

Literatur:
SULLIVAN, MARGARET A.: Breughel the Elder, Pieter Aertsen and the beginnings of genre, in: The art bulletin, 93.2011, S. 2 + 127-149.
SMITH, DAVID R.: Realism and the boundaries of genre in Dutch art, in: Art history, 32.2009, 1, S. 78-114 + 221.
AONO, JUNKO und Jan Daan van Dam(Hgg.): Milkmaid by Vermeer and Dutch genre painting. Masterworks from the Rijksmuseum Amsterdam, 2 Bde., Tokyo 2007.
DE CLIPPEL, KAROLIEN: Two sides of the same coin? Genre painting in the north and south during the sixteenth and seventeenth centuries, in: Simiolus, 32.2006, 1, S. 17-34.
GAETHGENS, BARBARA: Das “genre noble”. Transformationen in der Malerei des späten 17. Jahrhunderts in Holland, in: Holland nach Rembrandt. Zur niederländischen Kunst zwischen 1670 und 1750, hg. v. Ekkehard Mai, Köln 2006, S. 205-224 .
FALKENBURG, REINDERT LEONARD: On compositional „errata“ in Pieter Aertsen’s peasant scenes, in: Tributes in honor of James H. Marrow. Studies in painting and manuscript illumination of the Late Middle Ages and Northern Renaissance, hg. v. Jeffrey F. Hamburger u. Anne S. Korteweg, London 2006, S. 197-205.
BLANKERT, ALBERT: What is dutch seventeenth-century genre painting? A definition and its limitations, in: Ders.: On dutch painting. Rembrandt, Van Beeke, Vermeer. Selected writings, Zwolle 2004, S. 191-204 + 329-330.
FRANITS, WAYNE (Hg.): Dutch seventeenth-century genre painting. Its stylistic and thematic evolution, New Haven 2004.
FALKENBURG, REINDERT LEONARD: Matters of taste. Pieter Aertsen’s market scenes, eating habits, and pictoria rhetoric in the sixteenth century, in: The object as subject. Studies in the interpretation of still life, hg. v. Anne W. Lowentahl, Princeton 1996, 13-27, Taf.1-150.
BROWN, CHRISTOPHER: Scenes of everyday life. Dutch genre painting of the 17. century, London u.a. 1984.
LIEDTKE, WALTER: Towards a history of Dutch genre painting, in: De arte et libirs. Festschrift Erasmus 1934 – 1984, hg. v. Abraham Horodish, Amsterdam 1984, S. 317-336.
SUTTON, PETER C. und Christopher Brown (Hgg.): Von Frans Hals bis Vermeer. Meisterwerke holländischer Genremalerei (Ausst. Kat. Gemäldegalerie Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz Berlin 1984), Berlin 1984.
STECHOW, WOLFGANG und Christopher Comer: The history of the Term Genre, in: Bulletin / Allen Memorial Art Museum (Oberlin, Ohio), 33.1975/76([1976?]), 89-94.
COLIE, ROSALIE L. und Barbara K. Lewalski (Hgg.): The resources of kind. Genre-theory in the Renaissance, Berkeley u.a. 1973.
GAEHTGENS, BARBARA (Hg.): Genremalerei (Geschichte der klassischen Bildgattungen in Quellentexten und Kommentaren, 4), Berlin 2002.
BÄTSCHMANN, OSKAR: Kunstgattungen, Bildgattungen, Schemata, in: Theorie der Gattungen (Handbuch der musikalischen Gattungen, 15), hg. v. Siegried Mauser, Laaber 2005, S. 34f.
KEMP, WOLFGANG: Ganze Teile. Zum kunsthistorischen Gattungsbegriff , in: Deutsche Vierteljahresschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 76 (2002), S. 294-299.

Scheinerwerb:
Die Referatthemen werden im März am Schwarzen Brett ausgehängt. Nur(!) die Themen der ersten drei Sitzungen können dann vorab belegt werden, die übrigen werden in der ersten Sitzung verteilt.

Großer Leistungsschein: Regelmäßige mündliche Mitarbeit, Referat und Hausarbeit (15-20 Seiten).
Kleiner Leistungsschein: Regelmäßige mündliche Mitarbeit, Referat mit ca. dreiseitiger schriftlicher Ausarbeitung.

Bitte beachten Sie: um ein gleichbleibendes Niveau in der Seminardiskussion zu erzielen, ist der Anspruch an alle Referate (ob großer oder kleiner Schein) identisch.
Das Seminar ist nicht für Gasthörer geöffnet.
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 1. März (ab 12 Uhr) bis zum 30. April (bis 18 Uhr) über VSPL. Danach sind Anmeldungen nicht mehr möglich. TeilnehmerInnen, die häufiger als zweimal unentschuldigt fehlen, werden am Ende des Semesters automatisch gelöscht. Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In VSPL erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.