Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2013

Veranstaltungsnr.: 40644 (Hauptseminar B.A.)

''Das Deutsche in der Deutschen Kunst'' - Mittelalter

Zeit:
Blockveranstaltung: Vorbesprechung, 12.04., 12h s.t.; Lektürekurs: 26./27. April; Workshop: 7./8. Juni; Konferenz: 05./06. Juli (je 10-18h)
Raum/Ort:
Vorbesprechung GA 6/62; Sitzungen GA 03/142
Beginn:
12.04.2013
Workload:
60h oder 270h
Kreditpunkte:
2 oder 9 CP

Inhalte:
Gibt es eine spezifisch deutsche Kunst? Und wenn ja, was ist das Deutsche in der deutschen Kunst? Wichtiger als die Antwort auf diese Fragen ist vielleicht, „wann, wo und warum das Bedürfnis nach ihrer Beantwortung entstand.“ So jedenfalls hat es Martin Warnke in der Einleitung zur 1999 – also genau zehn Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung – erschienen „Geschichte der deutschen Kunst“ formuliert. Ziel des dreibändigen Buchprojekts war es jedoch nicht, eine nationale Perspektive auf die Geschichte der Kunst zu entwerfen, sondern in zahlreichen Einzelanalysen eine „facettenreiche Gesamtschau“ zu geben.
Angetrieben von einem wissenschaftsgeschichtlichen Interesse rücken die kombinierten Hauptseminare die Frage nach dem Deutschen in der deutschen Kunst nun explizit ins Zentrum der Diskussion. Hierzu wird in drei Blockveranstaltungen sowohl auf forschungsgeschichtliche Aspekte wie auch auf spezifische Problemstellungen im Umgang mit Kunstwerken des Mittelalters und der Frühen Neuzeit eingegangen.

Lektüreseminar:
Im Rahmen des Lektüreseminars soll ausgehend von einem sich in der Romantik herausbildenden Nationalismus die Forschungsgeschichte zur deutschen Kunst rekonstruiert werden. Welche Künstler, Monumente, Kunstregionen, Stile und Epochen werden wann und von wem zur Veranschaulichung des „Wesens“, „Werdens“ oder der „Sonderleistungen“ deutscher Kunst herangezogen? Dabei wird die sich zunehmend intensivierende Nationalisierung deutscher Kunstgeschichte nachgezeichnet, die schließlich mit der völkischen und rassischen Ideologie der Nationalsozialisten konvergierte.

Workshop und Konferenz:
Im Rahmen eines zweitägigen Workshops sowie einer abschließenden studentischen Konferenz soll durch die Diskussion ausgewählter Künstler, Werke oder Monumente von der Vorromanik bis zum 18. Jahrhundert die Frage nach dem Deutschen in der Kunst weiter intensiviert werden. Was bedeutet es beispielsweise, wenn Dürer seine Gemälde einmal mit NORICVS, in anderen Fällen aber mit ALEMANVS oder GERMANVS signiert? Warum sind so wenig deutsche Künstler des 17. Jahrhunderts bekannt? Wann und aus welchem Impuls richten Museen Sammlungspräsentationen nach Nationalschulen ein?

Die Teilnahme an den kombinierten Hauptseminaren setzt eine Bereitschaft zu überdurchschnittlichem Engagement, Grundkenntnisse auf den Gebieten mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Kunst sowie ein Interesse für die Geschichte der Kunstgeschichte voraus.
Neben der Lektüre zentraler Texte und der aktiven Teilnahme an den Gruppendiskussionen wird von den Teilnehmern/innen die Präsentation eines Textes (Lektüreseminar) sowie die Ausarbeitung eines Referats zur mittelalterlichen oder frühneuzeitlichen Kunst (Workshop/Konferenz) erwartet.
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Nur in Kombination mit 040645

Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 1. März (ab 12 Uhr) bis zum 30. April (bis 18 Uhr) über VSPL. Danach sind Anmeldungen nicht mehr möglich. TeilnehmerInnen, die häufiger als zweimal unentschuldigt fehlen, werden am Ende des Semesters automatisch gelöscht. Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In VSPL erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.