Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2013

Veranstaltungsnr.: 40635 (Grundseminar)

Karl Friedrich Schinkel: Bilder, Bauten, Städte, Denkmalpflege

Zeit:
Di. 16-18
Raum/Ort:
GA 6/62
Beginn:
16.04.2013
Workload:
60h oder 180h
Kreditpunkte:
2 oder 6 CP

Inhalte:
Schinkels Werk kennzeichnet ein Wechsel zu einer eher universellen Architektur, die nicht mehr zwingend – wie im Barock – auf eine bestimmte Bauaufgabe zugeschnitten sein mußte. Ursache war einerseits die im 18. Jh. vollzogene Abkehr von der Gliederung des Baus mit Säulenordnungen, die zu einer Betonung des Baukörpers führte. Andererseits lenkte die Industrialisierung, deren Zeuge Schinkel wurde, den Blick stärker auf den Nutzen des Bauwerks, anstatt wie zuvor vor allem auf Aspekte der Repräsentation. Diese Veränderungen verarbeitete Schinkel auch theoretisch. In dem unvollendeten „Architektonischen Lehrbuch“ finden sich Ansätze für eine Architekturtheorie, die Fragen der Proportion und der Harmonie neuartig erörtert. Seine eigenen Bauten publizierte er in der „Sammlung architektonischer Werke“ (1841-45), welche die Werke in Text und Bild umfassend vorstellt. Das Seminar verschafft einen Überblick über die Vielfalt der Architektur Schinkels. Im Mittelpunkt stehen die Arbeiten für den preußischen König Friedrich Wilhelm III. und andere Mitglieder des Königshauses, die öffentlichen Bauten für Berlin, städtebauliche Planungen im Rheinland sowie Schinkels denkmalpflegerische Tätigkeit. Teilweise dienten ihm für seine Entwürfe synästhetische, mehrere Kunstgattungen umfassende Bilder als Inspiration, etwa aus dem Bereich des Theaters, für das Schinkel ebenfalls tätig war. Auch diese Darstellungen werden im Seminar thematisiert. Mit Tagesexkursion am 10.5.2013.

Grundlegende Literatur:
Paul Ortwin Rave; Margarethe Kühn u. a. (Hg.), Karl Friedrich Schinkel. Das Lebenswerk, 17 Bde., München/Berlin 1939-2011
Goerd Peschken, Das architektonische Lehrbuch (Das Lebenswerk, 14), München 1974
Karl Friedrich Schinkel. Geschichte und Poesie, Ausst.kat., München 2012
Andreas Haus: Karl Friedrich Schinkel als Künstler. Annäherung und Kommentar, München 2001
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 1. März (ab 12 Uhr) bis zum 30. April (bis 18 Uhr) über VSPL. Danach sind Anmeldungen nicht mehr möglich. TeilnehmerInnen, die häufiger als zweimal unentschuldigt fehlen, werden am Ende des Semesters automatisch gelöscht. Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In VSPL erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.