Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2013

Veranstaltungsnr.: 40617 (Übung (Lektürekurs))

‚Who‘s afraid of modern art?‘ – Texte zur Kunst der 1950er bis 1970er Jahre (Abstrakter Expressionismus, Minimal Art, Pop Art und Happening)

Zeit:
Blockseminar 02. – 05. April 2013, je 10 – 15 Uhr, c.t.
Raum/Ort:
GA 04/149
Workload:
150h
Kreditpunkte:
5 CP

Inhalte:
In den 1940er Jahren entwickelte sich in den USA die Kunstrichtung des Abstrakten Expressionismus. Künstler wie Jackson Pollock, Barnett Newman, Robert Motherwell, Willem de Kooning u.v.a. setzen mit der Betonung der Aktion des Malaktes als künstlerisches Ausdrucksmedium oder der direkten Gegenüberstellung von monochromen Farbflächen neue Akzente in der Entwicklung der Kunst in den Nachkriegsjahren. In den 1960er Jahren setzten sich die Künstler verstärkt mit der einer Kritik an der Institution des Museums, dem Einfluss der Massemedien, die Verwendung industrieller Materialien und dem Einbezug des Publikums in die Kunst auseinander. Die Künstler der Minimal Art, wie bspw. Donald Judd, Robert Morris und Sol LeWitt stellten ihre Skulpturen so in den Galerieraum, dass sich der Besucher unweigerlich mit ihnen körperlich in Beziehung setzen musste. Die Pop Art stilisierte Bilder der Massenmedien, der Werbung und Alltagsprodukte durch künstlerische Umformungen zu Ikonen. Andere Künstler versuchten aus dem traditionellen Ausstellungsbetrieb auszubrechen und veranstalteten Aktionen und Happenings. Allan Kaprow, Wolf Vostell, Nam June Paik, John Cage, Joseph Beuys u.v.a. verbanden in ihren Live-Performances Elemente des Neuen Tanzen, der Neuen Musik, des Theaters und der Alltagswelt miteinander und bezogen das Publikum in ihre Aktionen unmittelbar ein.
Das Seminar wird anhand von ausgewählten Texten einige der Kunstströmungen der Zeit zwischen 1950 und 1979 untersuchen. Dabei spielen insbesondere exemplarische Entwicklungen in den USA eine wichtige Rolle. Das Seminar stellt keinen Anspruch an vollständige Darstellung der Kunst dieser Zeit, sondern es soll aufzeigen in wieweit bestimmte Kunstströmungen in eine historische Entwicklung einzuordnen sind. Es werden Grundlagentexte von Künstlern sowie zeitgenössische Kunstkritiken und kunsthistorische Texte gelesen, die sich mit einzelnen Kunstrichtungen oder Künstlern auseinander setzen.

Bitte tragen Sie sich für ein Referat/Vorstellung eines Textes in der Liste am Schwarzen Brett (Raum GA 2/162) ein.
Weitere Informationen erhalten Sie per Email. Die Texte zum Seminar werden vor Beginn des Seminars online zur Verfügung gestellt.

Leistungsscheine:
Der große Leistungsnachweis (5 CP) erfolgt durch eine schriftliche Arbeit (Umfang 10 Seiten), die Übernahme eines Referats (15-20 Min.), Anwesenheit und aktive Mitarbeit.

Einführende Literatur
Greenberg, Clement: Die Essenz der Moderne. Ausgewählte Essays und Kritiken, hrsg. von Karlheinz Lüdeking, Fundus-Bücher Bd. 133,Amsterdam/Dresden 1997.
Harrison, Charles/Wood, Paul (Hg.): Kunsttheorie im 20. Jahrhundert. Künstlerschriften, Kunstkritik, Kunstphilosophie, Manifeste, Statements, Interviews, Bd. II 1940-1991, Ostfildern-Ruit 2003.
Imdahl, Max: Gesammelte Schriften, Band 1: Zur Kunst der Moderne, hrsg. und eingeleitet von Angeli Janhsen-Vuki?evi?, Frankfurt am Main 1996.
Imdahl, Max: Gesammelte Schriften, Band 3: Reflexion - Theorie - Methode, hrsg. und eingeleitet von Gottfried Boehm, Frankfurt am Main 1996.
Krauss, Rosalind E.: Die Originalität der Avantgarde und andere Mythen der Moderne, hrsg. und mit einem Vorwort von Herta Wolf, Schriftenreihe zur Geschichte und Theorie der Fotografie, Bd. 2, Amsterdam/Dresden 2000.
Lippard, Lucy R.: Pop Art, München/Zürich 1968.
Madoff, Steven Henry (Hg.): Pop Art. A Critical History, Berkley/Los Angeles/London, 1997.

Stemmrich, Gregor: Minimal Art. Eine kritische Retrospektive, Fundus-Bücher Bd. 134, Dresden/Basel 1995.

Claudia Rinke, M.A.
Kunstgeschichtliches Institut
Büro GA 2/162
Tel: 0234/32-24669
Email: claudia.rinke@rub.de
Sprechstunde nach Vereinbarung
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Max. 25 Teilnehmer!

Die An- und Abmeldung zu der Veranstaltung erfolgt vom 18. Februar (ab 12 Uhr) bis zum 18. März (bis 18 Uhr) über VSPL. Danach sind Anmeldungen nicht mehr möglich. TeilnehmerInnen, die häufiger als zweimal unentschuldigt fehlen, werden am Ende des Semesters automatisch gelöscht. Die Übernahme seminarischer Beiträge wie Referate oder mündl. Prüfungen sind als Studienleistung verbindlich. Sollten Sie einen Termin ohne triftigen Grund versäumen oder kurzfristig absagen, wird die Leistung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In VSPL erfolgt der Eintrag „nicht bestanden“. Dies gilt auch für geleistete Beiträge, die nicht den Ansprüchen eines kleinen Leistungsnachweises genügen.