Die fünf Sinne
Nicht nur moralisierend-religiöse Inhalte, sondern zunehmend
auch profane Allegorik ist Thema in der Malerei. Die damals geltende
Weltordnung unterlag vorzugsweise umfassenden Einteilungsprinzipien
wie den fünf Sinnen, den vier Elementen oder den vier Jahreszeiten.
Die fünf Sinne - Sehen, Hören, Fühlen, Riechen
und Schmecken - lassen den Menschen seine Umwelt erfahren und
gelten als Vermittler zwischen Mikro- und Makrokosmos. Aufgrund
dessen stehen sie, anders als die Jahreszeiten oder die Elemente,
mit der Malerei in besonders engem Zusammenhang.
Dieses Prunkstillleben lädt durch die Vielzahl der dargestellten,
teilweise exotischen und kostbaren Gegenstände sowie seiner
ausgeprägten Lokalfarbigkeit den Betrachter zu einem intensiven
Seherlebnis ein und weckt in ihm geradezu ein haptisches Bedürfnis.




