Adriaen van Utrecht, Ein festliches Mahl, 1644, Kat.-Nr. 85

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Die fünf Sinne

Nicht nur moralisierend-religiöse Inhalte, sondern zunehmend auch profane Allegorik ist Thema in der Malerei. Die damals geltende Weltordnung unterlag vorzugsweise umfassenden Einteilungsprinzipien wie den fünf Sinnen, den vier Elementen oder den vier Jahreszeiten.
Die fünf Sinne - Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken - lassen den Menschen seine Umwelt erfahren und gelten als Vermittler zwischen Mikro- und Makrokosmos. Aufgrund dessen stehen sie, anders als die Jahreszeiten oder die Elemente, mit der Malerei in besonders engem Zusammenhang.
Dieses Prunkstillleben lädt durch die Vielzahl der dargestellten, teilweise exotischen und kostbaren Gegenstände sowie seiner ausgeprägten Lokalfarbigkeit den Betrachter zu einem intensiven Seherlebnis ein und weckt in ihm geradezu ein haptisches Bedürfnis.