Jan Brueghel d.Ä., Kleiner Blumenstrauß in einem Tongefäß, um 1607, Kat.-Nr. 96

Schon im 15. Jahrhundert weckt das Motiv der Vase mit Blumen das Interesse der Maler, nach 1600 wird sie zu einem Hauptthema der Stilllebenmalerei.
Einen Höhepunkt der Ausstellung bilden die Gemälde Jan Brueghels d.Ä., des 'Blumen-Brueghels'. Ein früher Förderer und Auftraggeber des flämischen Malers, der Mailänder Erzbischof Federico Borromeo, erkannte in den aufwändigen Arrangements mit ihrer Artenvielfalt die Struktur der Schöpfung Gottes und schätzte die ästhetische Präsenz der Blüten außerhalb ihrer natürlichen Vergänglichkeit und jahreszeitlichen Bindung.

Die Künstler erarbeiten ihre üppig entfalteten Bouquets mit dem naturwissenschaftlich geschärften Auge eines Botanikers. Künstlerisch stehen sie dabei in der Tradition der altniederländischen Feinmalerei seit Jan van Eyk.


hochauflösende Abbildung
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Gattung und Grenzen Naturstudien und Kunstkammerstücke Naturnachahmung und Augentäuschung Vanitas-Stillleben Markt- und Küchenstillleben Das Jagdstillleben Der Gedeckte Tisch Früchte- und Prunkstillleben Blumenstillleben Das geistliche Stillleben