"Unbeseelte Dinge" - etwa Gefäße aus "Glas, Zinn, Ton und Eisen" - zählt Constantijn Huygens 1630 zu den Gegenständen der Stilllebenmalerei. Der Begriff Stillleben war dem niederländischen Politiker und Gelehrten noch fremd. Das Wort findet sich ab 1650 in den europäischen Sprachen. In Holland heißt es stilleven, in England still-life, in Frankreich nature morte und in Italien natura in posa, natura morta. Der deutsche Barockmaler und Autor Joachim von Sandrart spricht 1670 von "stillstehenden natürlichen Sachen" oder "stilligenden Sachen".
Freilich war Sammlern und Kennern das "Prinzip Stillleben" schon vor dessen Begriffsfindung bekannt, auch angesichts von Gemälden, wie dem 'Träumenden Silen' des Antwerpener Hauptmeisters des Barock Peter Paul Rubens (1577-1640).
