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Die Druckgraphik der Dürer- und Raffael-Zeit öffnet sich, wenn auch zögernd, den technischen und künstlerischen Strukturen der Handzeichnung. Schon Mantegna hinterlegte seiner skulpturalen Madonnengruppe eine Linienfolie nach Art einer Federstudie. Dürer experimentierte mit der Eisenradierung und gewann ihr erste Lockerungen im Linienduktus ab, die Parmigianino wenig später voll ausspielte: Er zeichnet in den weichen Ätzgrund mit leichter, spontan geführter Hand. Die eigentlich große Epoche der Faksimilierung von Handzeichnungen liegt im 18. und frühen 19. Jahrhundert, nach unterschiedlichen Experimenten in der Barockgraphik. Dabei werden unterschiedlichste graphische Verfahren eingesetzt und kombiniert. |
