|

Marcantonio
Raimondi,
Parnaß, um 1517/20, Kupferstich (F 3.1)
Sanutos
Riesenstich von drei Kupferplatten - zusammen messen sie 1,5 Meter
in der Breite - gibt nach einer gemalten Cembalo-Verkleidung von
Angelo Bronzino drei Phasen der Geschichte von 'Apoll und Marsyas'
wieder, in der Mitte den Wettstreit des Musengottes mit seinem
Herausforderer. Apollo sind die neun Musen zugeordnet. Sie zitiert
der Stecher deshalb aus Raffaels 'Parnaß' auf den Hügel
im Hintergrund, freilich ohne den Gott, der nun vorn agiert. In
geistreicher Zuspitzung gibt Sanuto die Herkunft seines Zitats
und seine Begründung an, die er als Inschrift
in sein Werk aufnimmt:
"(...) damit diese Leerstelle ausgefüllt werde".
|
|
|

Giulio Sanuto,
Apoll und Marsyas,
1562, Kupferstich und Radierung (F 3.3)

(zu
den digital bearbeiteten Versionen)
|