Schongauer, Die große Kreuztragung
Martin Schongauer, Die große Kreuztragung, Kupferstich

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Martin Schongauer (um 1450-1491),
Maler und Graphiker aus Colmar, hat insgesamt 115 Kupferplatten eigenhändig gestochen, von denen in größerer Anzahl bis zu 50 Exemplare gedruckt wurden. Er ist der erste deutsche Kupferstecher, dessen Name vollständig bekannt ist, er signierte aber nie mit ganzem Namen. Sein Monogramm MS entstammt der Tradition mittelalterlicher Goldschmiede. Die Arbeiten hatten überregionalen Einfluß, so auch auf Albrecht Dürer, der jedoch auf seiner Reise nach Colmar 1491 Schongauer nicht mehr lebend antraf.

Das Hauptwerk 'Die große Kreuztragung', vielfigurig wie ein anspruchsvolles Tafelbild, vermittelt mit der äußeren Bewegungsviefalt der Figuren deren innere, affektive Teil- und Anteilnahme am Passionsgeschehen. Der Reichtum an Hell-Dunkel-Abstufungen - Chiaroscuro - bis zum tiefen Schwarz, durch mehrfache netzartige Kreuzschraffuren erzielt, erwecken einen malerischen Gesamteindruck.

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