Kunstausstellungen
in der Kritik -
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Ausstellungskritik ist seit Denis Diderot eine zentrale literarische Gattung bürgerlicher Kunstdebatte. Als Praxisfeld für Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker wird sie nur selten von der Universitätsdisziplin Kunstgeschichte wahrgenommen und thematisiert. Dieses Defizit zu benennen und es im Ansatz auszugleichen, war Absicht des Projekt-Seminars. Statt der klassischen Seminarreferate standen Ausstellungen des Sommers 1999 in Köln, Krefeld, Düsseldorf, Hagen, Wuppertal, Bochum und Recklinghausen als Gegenstand und Exkursionsziel auf dem Programm. Das Ergebnis zeigen die hier publizierten Rezensionen. Die Rezensionsentwürfe wurden im Seminar diskutiert, kritisiert und redigiert. Die Texte durchliefen so mindestens drei Fassungen. Doch blieben die individuellen Ansätze und Bewertungen erhalten, auch der mal offenere, mal "akademischere" Sprachduktus. Die Wuppertaler TALK.Show wurde von zwei Rezensentinnen erarbeitet und besprochen. Ihr individuelles Profil wird in den Texten deutlich. Berenice Abbott wird von der Rezensentin in einer Kurzkritik und in einer ausführlicheren Besprechung vorgestellt. Das Internet bietet neue Möglichkeiten der Rezension und globalen Debatte. Sie werden bislang kaum genutzt (vgl. Frankfurter Rundschau, 22. 9. 1999: "Auf ins Netz, ihr Rezensenten"). Der wohl wichtigste Vorteil - das rasche Publizieren, die aktuelle Kommunikation - konnte von uns freilich nicht ausgespielt werden. Insoweit bleiben die Texte das Ergebnis akademischer Praxis. Reinhart Schleier |