1720 Giovanni Battista Piranesi wird in Venedig oder dem benachbarten, auf dem Festland gelegenen Mestre als Sohn eines Steinmetzen geboren. Sein Bruder Angelo, ein Kartäusermönch, unterrichtet ihn in Latein und vermittelt ihm die antike Literatur Roms, Grundlage für Piranesis spätere archäologische Studien und sein Werk als Schriftsteller. Die Ausbildung als Architekt beginnt Piranesi zunächst bei seinem Onkel Matteo Lucchesi, der in der Bauverwaltung Venedigs als Ingenieur für die Regulierung der Lagune zuständig war, und bei Antonio Scalfarotto.
1740 Piranesi reist, als Zeichner im Gefolge des venezianischen Botschafters am Vatikan, nach Rom. Hier setzt er seinen in Vendig bei Carlo Zucchi begonnenen Unterricht in Perspektivlehre, Bühnenarchitektur und Radierung fort, studiert bei dem Vedutenzeichner und -radierer Giuseppe Vasi und knüpft Kontakte zu römischen Künstlern. Der 23jährige Architekt und Radierer publiziert 1743 sein erstes Hauptwerk, La Prima Parte di Architetture e Prospettive.
1743/44
Aus finanziellen Gründen kehrt Piranesi im Winter 1743/44 nach Venedig zurück. Wichtigste Anregung dieses Jahres: die kurze Tätigkeit bei Giovanni Battista Tiepolo, dem er Impulse in der Kunst der Radierung, vor allem im graphischen Capriccio verdankt (hier Abb. aus Tiepolos Scherzi einfügen). Zwischen Juli 1745 und Herbst 1747 hält er sich erneut in Venedig auf. Schließlich kehrt Piranesi erneut nach Rom zurück. Als Agent des Kupferstechers und Kunsthändlers Joseph Wagner eröffnet er ein Geschäft an der Via del Corso.
aus Tiepolos Scherzi
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