Dr. Alexander Linke

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Vita

Studium der Kunstgeschichte, Sozialpsychologie und -anthropologie sowie Soziologie in Bochum, Heidelberg und Basel. Anschließend Promotionsstipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und Fellow am NFS Bildkritik (eikones) in Basel. Im Herbstsemester 2010 Lehrbeauftragter für „Neuere Kunstgeschichte“ am Kunsthistorischen Seminar der Universität Basel. 2011 Promotion im Fach Europäische Kunstgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg mit der Arbeit „Typologische Monumentalzyklen der Frühen Neuzeit. Genese und Semantik heilsgeschichtlicher Bildprogramme“ (ausgezeichnet mit dem August-Grisebach-Preis 2012). Seit Oktober 2011 wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Allgemeine Kunstgeschichte. Seit dem Sommersemester 2018 beurlaubt zur Vertretung der Professur für Kunstgeschichte und Kunstvermittlung an der Universität Koblenz-Landau (Campus Landau).

Forschungsschwerpunkte und -projekte

Bildkünste und Bildrhetoriken der Neuzeit
Genese und Semnatik monumentaler Bildprogramme
Kunst und Aufklärung in Italien

Laufende Forschungsprojekte

Tiepolo und die Aufklärung des Bildes

Die einseitige Wahrnehmung Giambattista Tiepolos als letzter >maestrino< des barocken Ordo, der seine monumentalen Palast-und Villendekorationen unkritisch in den Dienst aristokratischer Statusrepräsentation stellt, hat in der Forschung den Blick für die innovativen und der Aufklärung verpflichteten Tendenzen seiner Kunst verstellt. Tatsächlich sind auch die Verbindungen seiner oberitalienischen Auftraggeber zu einer im 18. Jahrhundert bedeutsamen literarischen Vereinigung, der Accademia dell’Arcadia, bislang unterschätzt. Denn innerhalb dieser >Repubblica letteraria<, haben sich namhafte Gelehrte der Epoche (u.a. Muratori, Vico, Maffei) um die Entwicklung ästhetischer Theorien und sozialer Reformen bemüht. Im Rahmen des Projektes wird daher eine doppelte Zielsetzung verfolgt: Zum einen stehen die ästhetischen und dezidiert antibarocken Postulate der Arcadia zum buon gusto, zum Erhabenen und zur erkenntnistheoretischen Aufwertung der Fantasie sowie mit Blick auf Venedig ihre konkrete Relevanz für die Kultur der Bildwahrnehmung im Zentrum des Interesses.

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Abgeschlossene Projekte

Typologie in der Frühen Neuzeit. Genese und Semantik heilsgeschichtlicher Bildprogramme von der Cappella Sistina (1480) bis San Giovanni in Laterano (1650)

Michelangelo, Tintoretto, Rubens – sie alle sind Künstler, die sich in Hauptwerken auf das vermeintlich mittelalterliche Bildsystem der Typologie beziehen. In vergleichender Perspektive werden die neuzeitliche Theorie und Wirkungsgeschichte typologischer Bild- und Denkstrukturen zwischen Frührenaissance und Hochbarock erstmals systematisch erforscht.

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Publikationen

Buchpublikation

rezensiert von:

Aufsätze

Beiträge zur Veröffentlichung angenommen/im Druck

  • Spannungsfeld Museum. Akteure, Narrative und Politik in Deutschland und Frankreich um 1900, hrsg. von Valérie Kobi, Alexander Linke und Stephanie Marchal, Berlin 2019 [De Gruyter, Ars et Scientia, im Druck].
  • Aufgeklärte Blicke. Inszenierte Bildvergleiche mit Veronese bei Ricci, Tiepolo und Piazzetta, in: ‹la città dell’occhio›. Dimensioni del visivo nella letteratura e pittura veneziane del ’700. ‹Die Stadt des Auges›. Dimensionen des Visuellen zwischen Produktivität und Manipulation in der venezianischen Malerei und Literatur des 18. Jahrhunderts, hrsg. von Barbara Kuhn und Robert Fajen, Roma 2018 [Viella, zur Veröffentlichung angenommen]
  • praxis pietatis vs. sola fide. Zum Verhältnis von pietistischer Reform und lutherischer Orthodoxie im Bildprogramm der Speyerer Dreifaltigkeitskirche, in: Die barocken Pfarrkirchen und ihre Dekoration, hrsg. von Martin Mádl und Herbert Karner, Prague 2019.
  • „Patriotisme éclairé“. Das Ehepaar Jacquemart-André und die kunstvolle Harmonisierung des französischen Ancien Régime mit der italienischen Renaissance, in: Spannungsfeld Museum. Akteure, Narrative und Politik in Deutschland und Frankreich um 1900, hrsg. von Valérie Kobi, Alexander Linke und Stephanie Marchal, Berlin 2019 [De Gruyter, Ars et Scientia]

Kurzbeiträge und Interviews

Rezensionen


Abgeschlossene Lehrveranstaltungen

Vorlesungen

Hauptseminare (B.A./M.A.)

Propädeutika

  • Bildkünste (fortlaufend seit WiSe 2014/15 in jedem Semester)

Grundseminare

  • Picassos Guernica - Methoden der Bildanalyse im kritischen Vergleich (SoSe 2018)
    [Universität Koblenz-Landau, Campus Landau]
  • Gian Lorenzo Bernini (WiSe 2017/18)
  • Tiepolo, Piranesi und Goya. Techniken, Themen und Interpretationsansätze zu druckgraphischen Serien im 18. Jahrhundert (WiSe 2016/17)
  • Skulptur des Klassizismus. Canova, Houdon und Flaxman im Kontext einer internationalen Bewegung (SoSe 2016)
  • Bildrhetoriken: 1400 bis 1750 (WiSe 2015/16)
  • Giorgio Vasari: Wissen, Werke, Wirkung (SoSe 2015)
  • Renaissance und Rivalität in Venedig: Tizian, Tintoretto und Veronese (WiSe 2013/14)
  • Pieter Brueg(h)el d.Ä. - Interpretationsansätze zu einem Hauptmeister des niederländischen Manierismus (WiSe 2012/13)
  • Christliche Ikonographie (SoSe 2012)

Lektüreseminare/Übungen

  • Rembrandts „Nachtwache“ im kunsthistorischen Diskurs



Kontakt

Raum: GA 2/157
Telefon: 0234-32 24739
Mail:alexander.linke@rub.de
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Ankündigungen


Prüfungen und Abschlussarbeiten (B.A.) können, wenn Sie meine Veranstaltungen betreffen, nach individueller Absprache angenommen werden. Anfragen richten Sie bitte per Mail an: alexander.linke@rub.de
Telefonisch bin ich zu erreichen, während der Vorlesungszeiten: dienstags, 12h30-13h30 unter der Nummer 06341 280-31400.

Lehre


Seit dem Sommersemester 2018 beurlaubt zur Vertretung der Professur für Kunstgeschichte und Kunstvermittlung and der Universität Koblenz-Landau (Campus Landau).

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Studentische Hilfskraft

Alexandra Nellen