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Wie gebaute Architektur
vermögen Gärten die ästhetischen und funktionalen Vorstellungen
ihrer Schöpfer und die kulturellen Bedingungen ihrer Entstehung durch
die Zeit zu erhalten. Neben der wissenschaftlichen Auseinandersetzung
mit Gärten und Gartentheorien, die deutliche Parallelen zu den feudalen
und bürgerlichen Gesellschaftsverhältnissen ihrer Epochen zeigen,
neben der philosophischen Diskussion über Kunst- und Naturästhetik,
mit den mythologischen Wurzeln im Paradies und Mariengärtlein für
den christlichen Raum sind Gärten aber auch Tatsachen in der urbanen
Lebenswelt unserer Gegenwartserfahrung. Sie vermitteln Naturerfahrung,
sind Quelle und Archiv botanischen Wissens, vermitteln den Ablauf der
Jahreszeiten in naturarmer Umgebung und sind Orte intimer und unbefangener
Öffentlichkeit.
"Ein Garten ist greifbare
Realität in situ, eine Metapher und ein spiritueller Ort in visu
und eine katharsische Erfahrung in actu".
Philippe Nys: Ethik und Ästhetik des Gartens in: Kunstforum, Bd.
145, S. 74 Köln 1999
Dieses Wissen und
der Umstand, dass jeder Garten im dicht zersiedelten, urbanen Umfeld des
Ruhrgebiets ein erhaltenswerter Schatz ist, sollte den Blick der Denkmalpflege
auf die Gärten und Parks der Region richten. So geschehen in einem
Hauptseminar mit dem Titel "Denkmalblüte - Gärten und Parkanlagen"
im Sommersemester 2000 bei Herrn Dr.
Hans H. Hanke.
Wesentlich für
das Seminar war der Besuch von Gartenanlagen aus der Barockzeit bis zur
Gegenwart, die Untersuchung ihrer Ursprünge, die Darstellung ihrer
Geschichte und die Erfassung ihres aktuellen Status mit möglichen
Fragestellungen aus Sicht der Denkmalpflege.
Auf dieser Seminarhomepage
werden die besuchten Anlagen auf 77 Bildern gezeigt, die mit kurzen Textinformationen
das Erarbeitete nachvollziehen.
Die Auseinandersetzung
mit dem Thema des Seminars weist auf viele Aspekte kunsthistorischen Interesses
an Gärten und Parkanlagen hin. Hier ist einmal der denkmalpflegerische
Ansatz wichtig, der sich um die Erfassung, Erhaltung und Wiederherstellung
historischer Gärten bemüht. Methodisch ist der Epochenzusammenhang
zu nennen und auf dem Gebiet der Theorie lässt sich das Thema der
Natur- und Kunstästhetik behandeln.
Die Literatur zum Seminar findet sich im Vorlesungsverzeichnis wieder,
hier sei nur noch auf die Bände 145 und 146 des "Kunstforum" hingewiesen,
die aktuelle Formen der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem
Gartenthema zeigen.
Die vollständige Liste
der besuchten oder besprochenen Gärten, die nicht alle durch Fotos dokumentiert
sind:
- Bochum: Eickhoff-Werke,
Gefolgschaftsgarten, 1936; Stadtpark, 1871-1908; Chinesischer Garten
im botanischen Garten Castrop Rauxel: Keltischer Baumkreis und Sonnenuhr,
1999
- Dortmund: Botanischer
Garten Rombergpark 1930ff; Westfalenpark, 1959; Stadtbefestigung, Wall
Düsseldorf: Nordpark, "Schaffendes Volk 1937"
- Essen: Gruga,1929;
Villa Hügel, 1869-1873 Hagen: Villa Hohenhof, 1907-09
- Hattingen-Blankenstein:
Gethmanscher Garten,
1807-21
- Herten: Schloß
und Gartenanlage ab 1680, 1814-17, 1974-82
- Kamp-Lintfort:
Terrassengarten, 18Jhdt. restauriert Lippstadt-Hovestadt: Wasserschloß,
Barockgarten, 1730-70, restauriert
- Mülheim: Kurpark
Raffelberg 1908, 1926; Dimbeckanlagen,1932
- Nordkirchen: "Das
Versailles Westfalens", 1704-33. 1906 ff. , restauriert
- Witten: Schwesterngarten,
1906-12
Das Spektrum der besuchten
und besprochenen Gärten war viel reichhaltiger, als es die Fotos zeigen
können.
Feedback zu dieser Homepage und Anforderung der verwendeten Dias bitte
an:
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- Essen,
Gruga
- Essen,
Villa Hügel
- Bochum,
Chinesischer Garten
- Bochum,
Stadtpark
- Castrop-Rauxel,
Sonnenuhr und Keltischer Baumkreis
- Dortmund,
Westfalenpark
- Hagen,
Villa Hohenhof
- Hattingen,
Gethmannsche Gärten
- Kamp-Lintfort,
Klostergarten
- Mülheim,
Kurpark Raffelberg
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