Architekturphotographie
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Vescona illustriert damit Hüttes Absicht, "in gewisser Weise auch Dialoge mit Bildern aus der Malerei" zu führen.[Anm. 3] Der Blick wird allerdings auf kein konkretes, gegenständliches Ziel gerichtet. Der gerahmten Landschaft fehlt der porträthafte Charakter, und durch diese Brechung tradierter, im kollektiven Gedächtnis verankerter Bildvorstellungen werden neue Seh- und Raumerfahrungen ermöglicht. Die Fragmentierung von Architektur und Landschaft stellt dabei die Eigenwertigkeit der Bildkomposition heraus. In seinen Photographien beschreibt Axel Hütte Architektur als Konstruktion von Raum, als Hülle und als Gebrauchsgegenstand. Dabei zielt seine ästhetische Strategie, wie es Klaus Honnef formuliert, "nicht auf die Architektur als solche [...], sondern auf die komplexe 'Architektur' des fotografischen Bildes".[Anm. 4] Hütte versucht, "Bildräume zu rekonstruieren oder zu konzipieren"[Anm. 5] und entspricht damit in gewisser Weise den Entwurfsprozeß eines Architekten. Dessen Konstruktionen werden im Laufe der Zeit der Wahrnehmung ihrer Benutzer durch Gewöhnung entzogen. Axel Hütte kehrt diesen Prozeß um, indem er in seinen Bildern auf real vorhandene Architektur zurückgreift und sie durch medienspezifische Mittel als einen in die Fläche gespannten Seh-Raum baut, den es vom Benutzer neu zu erschließen gilt.
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Anmerkungen: |
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