Innenbilder der Architektur als Lichtbilder |
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In der umfangreichen Werkgruppe der Innenräume nehmen die Museumsphotographien einen besonderen Stellenwert ein. Museumsbilder aus Antwerpen, Genf, Karlsruhe, London, München, Potsdam, Siegen und Stockholm sind Beleg für eine intensive und pointierte Auseinandersetzung mit diesen Innenräumen, mit der ihnen eignenden Stille und Abgeschiedenheit. Doch geht es der Photographin um "alles andere als auratische Inszenierungen von Kunst, alles andere als weihevolle Präsentationen antiquierter technischer Gerätschaften oder respektvoller Bestandsaufnahmen längst untergegangener Kulturen", sie sucht und findet in den musealen Räumen "eine zuweilen fast magische Präsenz der Dinge".[Anm. 6] Die öffentlichen Sammlungen sind für sie "ein Potpourri des Disparaten"[Anm. 7] und genau um die Darstellung, Hervorhebung dieses Nebeneinander von Ungleichem geht es in ihren Arbeiten. Hätten Chemiker nicht die Lichtempfindlichkeit von Silbersalzen entdeckt, mit denen es möglich war, von einem abgestuft beleuchteten Objekt zurückgeworfene Lichtstrahlen einzufangen und festzuhalten, gäbe es heute keine Photographie. Doch das Licht spielt noch auf einer weiteren Ebene eine zentrale Rolle in der Photographie. Erst durch das Licht bekommen wir eine Vorstellung von Höhen und Tiefen eines Raumes, die uns die Zweidimensionalität der Photographie sonst vorenthalten würde. Licht erzeugt immer Atmosphäre und gerade dieser Faktor ist wichtig für die Bilder Candida Höfers. Sie benutzt sowohl natürliches, als auch künstliches Licht, wobei es manchmal zu einer Vermischung beider Lichtquellen kommt. Dabei verwendet die Photographin keinen Blitz, sondern arbeitet nur mit einem hoch lichtempfindlichen Film.
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Anmerkungen: |
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